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Schmutzige Wörter beim Kennenlernen – wie weit darf man gehen?

Das Internet ist ein hervorragender Ort, um sich kennenzulernen und Sexpartner/innen zu gewinnen. Schließlich ist die Hemmschwelle viel niedriger als bei realen Treffen. Im Club, am Urlaubsstrand oder selbst im Büro trauen sich viele nicht, den Menschen ihrer Begierde überhaupt anzusprechen. Hier bietet das Dating im Netz diverse Vorteile, die sich positiv auf die Chancen auswirken. So ist man oft relativ anonym und traut sich mehr, auch vermeintlich unerreichbare potenzielle Partner/innen anzusprechen. Wenn es schief geht, klickt man das Chatfenster eben wieder zu. Durch das Nutzen eines Pseudonyms anstatt des echten Namens bleibt die Anonymität gewahrt.

Auf Datingplattformen kann man sich zudem sicher sein, dass die Gegenseite grundsätzlich an einem Kennenlernen oder sogar schnellem und unkompliziertem Sex interessiert ist. Nur mal zum Gucken meldet sich schließlich kaum jemand extra auf einer Plattform an. Deswegen bieten insbesondere Datingseiten, bei denen eine Gebühr zu entrichten ist, einen gewissen Schutz. Denn Geld bezahlen ohne die Absicht, zu flirten – das macht wirklich niemand.

Sofort mit Sex-Chat loslegen oder lieber behutsam vorgehen?

Doch wie verhält man sich nun im Flirt Chat? Sollte man gleich aufs Ganze gehen oder eher Schritt für Schritt Vertrauen aufbauen? Hier kommt es natürlich auf die Plattform an. Das Flirten auf einem reinen Seitensprungportal, bei dem schon die eigenen sexuellen Vorlieben im Profil stehen, ist etwas völlig Anderes als auf einer Casual-Dating-Plattform. Bei letzterer ist Dirty Talk meist ernst nach einer vollzogenen Beziehungsanbahnung anzuraten.

Bei einer Sexplattform kann es hingegen ruhig betont werden, was man mit dem virtuellen Gegenüber gerne alles anstellen würde, solange es im Rahmen des Erlaubten und Gewollten bleibt. Es ist jedoch zu beobachten, dass gerade Frauen zurückhaltender agieren und sie zu krasse Sprüche schnell abschrecken können. Fast niemand möchte nur aufgrund seiner äußerlichen Erscheinung wahrgenommen werden. Ganz allgemein gilt daher: Eine Beziehungeinleitung, auch für eine lose Sexbeziehung, sollte mit angezogener Handbremse erfolgen.

Anfängerfehler vermeiden

Es ist geradezu erstaunlich, wie viele Menschen beim Online-Dating leicht vermeidbare Fehler begehen und sich dann wundern, alleine schlafen zu müssen. So sollte immer die eigene Darstellung im Profil, auf dem Messenger, im Chatfenster usw. aus den Augen des Gegenübers geprüft werden. Dabei müssen einerseits die Grundwerte stimmen: Hygiene, Positivität, Gewaltfreiheit, Ehrlichkeit und Selbstbewusstsein. Andererseits sollte sich im Profiltext und im Profilbild auch widerspiegeln, dass man sich Mühe gegeben hat. Ein altes Ausweisfoto reicht als Profilbild nicht. Nur das Nötigste als Profilangaben baut ebenfalls kein Vertrauen auf. Strengen Sie sich an – Sie wollen auch jemanden daten, der sich gut darstellt.

Negative Emotionen sind ein No-Go

Im Flirt Chat sollten Sie, wie bei einem Face-to-face-Dating, nicht von Ihren Ex-Partnern und schlechten Erfahrungen schwadronieren. Keinesfalls sollten Sie negative Eigenschaften Ihres Flirtpartners ansprechen oder aufdecken. Flirten sollte etwas Unverfängliches, Magisches an sich haben. Es soll Spaß machen. Um den Übergang zum Sexting zu schaffen, sollten Sie schon einige Male miteinander gechattet oder telefoniert haben, also grundlegendes übereinander wissen. Bestenfalls haben Sie sich schon einmal getroffen. Bevor Sie jedoch den hübsch anzusehenden Hintern Ihrer Flirtpartnerin loben, sollten Sie zuvor z. B. auch ihren Humor anerkannt haben.

Danach tasten Sie sich langsam heran. Natürlich sind Frauen genauso versaut wie Männer und hören bzw. lesen gerne, dass ihr Äußeres Gefallen auslöst. Übertreiben Sie es jedoch nicht, Sie sollen nicht als ein ausschließlich sexgieriger Lüstling wahrgenommen werden. Der sexuelle Teil kommt dann beim realen Treffen so richtig zum Ausdruck.